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Die AGKAMED GmbH hat eine Arbeitsgruppe im Bereich Pflege zur Weiterentwicklung des OPS 9-20 gegründet.

 

Arbeitsgruppe OPS 9-20 AGKAMED

Die AGKAMED GmbH, als Einkaufsgemeinschaft mit mehr als 170 Mitglieds-krankenhäusern, hat eine Arbeitsgruppe im Bereich Pflege zur Weiterent-wicklung des OPS 9-20 gegründet. Mit der Gründung soll den Mitgliedskliniken die Möglichkeit eingeräumt werden, sich am jährlichen Vorschlagsverfahren des OPS 9-20 und evtl. weiterer Entwicklungen zu beteiligen.

 

Am 17.02.2012 fand ein erstes Treffen der Arbeitsgruppe statt, bei dem die folgenden Ziele formuliert wurden:

  • Inhaltliche Weiterentwicklung und Vereinfachung des OPS 9-20 sowie PKMS.
  • Gemeinsame Einreichung von Änderungsanträgen im jährlichen DIMDI-Vorschlagswesen. Breite Diskussion der Änderungsvorschläge innerhalb der AGKAMED-Mitgliedshäuser.
  • Die Arbeitsgruppe stellt sicher, dass Aufweichungen des PKMS vorgebeugt wird und somit einer massiven Abwertung des OPS 9-20 vorgebeugt wird.
  • Klärung der Anwenderfragen zum PKMS der Mitgliedseinrichtungen und Überführung in eine FAQ, welche mit dem MDK konsentiert wird.

  

Ansprechpartner der Arbeitsgruppe sind:

Leiter der AGKAMED Arbeitsgruppe:
Lutz Pelchen (pelchen(at)klinikum-brandenburg.de)

Verantwortliche der AGKAMED:
Sonja Stahl (sonja.stahl(at)agkamed.de)
Rita Homscheidt (rita.homscheidt(at)agkamed.de)

Fachliche Beratung der AG OPS 9-20 der AGKAMED:
Dr. rer. medic. Pia Wieteck (Pia.Wieteck(at)t-online.de)

  

Informationen zum Änderungsantrag OPS 9-20 2013:

Der Änderungsantrag der AGKAMED basiert auf dem Änderungsantrag der Arbeitsgruppe der DMGP. Die Vorschläge der DMGP (Deutsche medizinische Gesellschaft für Paraplegie) wurden als sehr sinnvoll erachtet und werden ebenfalls übernommen. Gerade die Zusammenführung und Bündelung einiger Gründe und Maßnahmen zur Reduktion der Komplexität des Scores werden sehr begrüßt. Ebenso die Erweiterungen im Bereich der "speziellen Pflege". Ebenso ist der Abbau aller nicht erforderlichen Texte zur Verbesserung der Übersichtlichkeit sehr sinnvoll.

Änderungen und Ergänzungen der AGKAMED sind:

  • Öffnung der "speziellen Pflege" für die Akutkliniken ohne Begrenzung auf Hemi-, Para- und Tetraplegie. Begründung: Ungleichbehandlung der Patienten. Wenn ein Patient vorliegende Gründe nachweist und entsprechende Pflegemaßnahmen durchgeführt werden so entsteht ein ebenso hoher pflegerischer Aufwand. Aus kostenkalkulatorischer Perspektive ist es sinnvoll, gleichen pflegerischen Aufwand im System gleichwertig zu berücksichtigen.
  • Entfernung der Eingrenzung einzelner Items auf die Gruppe von Hemi-, Para- und Tetraplegiker.
  • Erweiterung der Variabilität von Pflegeinterventionen bei gleicher Belastung B1 Ernährung. Begründung: Das Erreichen einer bestimmten Trinkmenge stellt für hochaufwendige Patienten häufig ein Problem dar, obwohl sehr häufig Flüssigkeit angeboten wird. Durch den Nachweis der Häufigkeit einer Unterstützung bei der Flüssigkeitsangabe ist es möglich den zusätzlichen Aufwand abzubilden.
  • Einige sprachliche Korrekturen zur Förderung des Verständnisses.
  • Aufnahme der pflegerischen Aufwendungen durch Fallbesprechungen, Pflegevisiten und Entlassungsmanagement. Begründung: Gerade bei Patienten die eine "hochaufwendige Pflege" benötigen sind koordinierende Gespräche zur systematischen Steuerung und Bewertung des Pflegeprozesses erforderlich.
  • Entwicklung der PPR S4 zur Triggerung der Kostenkalkulation (derzeit noch in Entwicklung).

 

Informationen zu den Sitzungen der Arbeitsgruppe:

Nächster Termin: 26.04.2012, Thema: Entwicklung der PPR-S4 zur Kalkulation

 

Weitere Quellen und Informationen:

Deutscher Pflegerat (http://www.deutscher-pflegerat.de)

Literaturliste zum PKMS (http://shop.recom.eu)<s></s>